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15. Februar 2017


» Denn warum lassen [die Schlechten] die Tugend und folgen den Lastern? Aus Unkenntnis des Guten? Aber was gibt es Kraftloseres als die Blindheit der Unwissenheit? Oder kennen sie das Befolgenswerte, aber die Begierde wirft sie aus der Bahn? Auch so sind sie gebrechlich aus Zügellosigkeit, da sie gegen das Laster nicht ankämpfen können. Oder lassen sie wissentlich und willentlich das Gute im Stich und biegen ab zum Laster? Aber auf die Weise hören sie nicht nur auf, mächtig zu sein, sondern überhaupt zu sein. Denn wer das gemeinsame Ziel alles dessen, was ist, verläßt, hört gleichzeitig selbst auf zu sein. [...]
Denn nur dasjenige ist, was an seiner Ordnung festhält und seine Natur bewahrt; was von dieser abfällt, gibt auch das Sein, das in seiner Natur begründet ist, auf.
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~ Boethius, Trost der Philosophie,
4. Buch, S.97