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3. März 2017


» Well, I believe it's a crime for anyone who is being brutalised to continue to accept that brutality without doing something to defend himself. If that's how "Christian" philosophy is interpreted, if that's what Ghandian philosophy teaches, well, then I will call them criminal philosophies. «

~ Malcolm X



» Nun, ich glaube, dass es ein Verbrechen für jeden, der brutal behandelt wird, ist, diese Brutalität weiterhin zu dulden ohne etwas zu seiner eigenen Verteidigung zu unternehmen. Wenn das die Art und Weise ist, wie "christliche" Philosophie ausgelegt wird, wenn es das ist, was die Philosophie Ghandis lehrt, nun, dann werde ich diese als vebrecherische Philosophien bezeichnen. «

(Übersetzung: Nicolas von Kospoth)


16. Februar 2017


» Den unredlichen wird [...], sofern sie bestraft werden, etwas Gutes angehängt, nämlich die Strafe selbst die unter adem Gesichtspunkte der Gerechtigkeit gut ist. Bleiben sie aber ohne Strafe, dann wohnt ihnen ein weitere Übel inne, die Straflosigkeit selbst [...].

[...]

Also sind die Bösen, die mit einer ungerechten Straflosigkeit bedacht sind, weit unglücklicher als die mit gerechter Vergeltung bestrafen.

[...]

Aus diesen und andern Gründen, die in dem Grundsatz wurzeln, daß Schändlichkeit nach ihrer eigenen Natur elend macht, ergibt sich, daß zugefügtes Unrecht nicht den Empfänger, sondern den Täter elend macht.
Gleichwohl [...] verfahren die Redner jetzt umgekehrt; denn sie suchen für die, welche etwas Schweres und Herbes erlitten haben, das Mitleid der Richter zu erwecken, während man gerechtes Mitleid mit den Tätern schuldet; sie müßten nicht von erzürnten, sondern eher von gütigen und mitleidigen Anklägern vor Gericht wie Kranke zum Arzt geführt werden, um die Krankheiten der Schuld durch die Strafe auszuschneiden.

[...]

Die Bösen selber, wenn es ihnen erlaubt wäre, durch irgendein Ritzchen die verlassene Tugend zu erblicken, und wenn sie sähen, daß sie durch die Qualen der Strafe den Schmutz der Laster ablegen könnten, um Tugend dafür einzutauschen, würden jene Strafen gar nicht Qualen nennen; sie würden die Hilfe der Verteidiger verschmähen und sich ganz den Anklägern und Richtern überlassen.
«

~ Boethius, Trost der Philosophie,
4. Buch, S. 105-108


28. Januar 2017


» Whoever tries to steal from another the things which are that other's may justly lose to the other whom he is attacking the things which belong to him personally. «

~ Hoel in Geoffrey of Monmouths
History of the Kings of Britain, S. 234



» Wer auch immer versucht von einem anderen die Dinge zu stehlen, die jenem anderen gehören, möge billigerweise die Dinge an den anderen verlieren, die ihm persönlich gehören. «

(Übersetzung: Nicolas von Kospoth)


25. Januar 2017


» Wir sollten erst Menschen sein, und danach Untertanen. Man sollte nicht den Respekt vor dem Gesetz pflegen, sondern vor der Gerechtigkeit. Nur eine einzige Verpflichtung bin ich berechtigt einzugehen, und das ist, jederzeit zu tun, was mir recht erscheint. «

~ Henry David Thoreau,
Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat


23. Januar 2017


» I'm for truth, no matter who tells it. I'm for justice, no matter who it is for or against. I'm a human being first and foremost, and as such I'm for whoever and whatever benefits humanity as a whole. «

~ Malcolm X im Jahr 1964



» Ich bin für Wahrheit, ganz gleich wer sie ausspricht. Ich bin für Gerechtigkeit, ganz gleich für oder gegen wen sie sich richtet. Ich bin zuallererst ein Mensch, und als solcher bin ich für wen und was auch immer der Menschheit in ihrer Gesamtheit zugutekommt. «

(Übersetzung: Nicolas von Kospoth)


14. Januar 2017


» Die [eigene] Willkür [= Unfreiheit] stellt sich wieder her als Anspruch, meine eigene Meinung haben zu wollen, mit der Voraussetzung, jede Meinung habe ihr Recht, weil einer sie vertrete. Bloße Meinung aber ist noch keine Einsicht. Die Freiheit [von eigener Willkür] fordert Überwindung der bloßen Meinung. «

~ Karl Jaspers, Vom Ursprung und Ziel der Geschichte,
Teil 2, Kapitel 3, I.a., S. 150 (bibliogr.)


6. Januar 2017


» Menschen, seid menschlich, das ist eure erste Pflicht; seid es gegen alle Stände, gegen alle Lebensalter, gegen alles, was der menschlichen Natur eigen ist. Kennt ihr noch eine Weisheit außer der Humanität? «

~ Jean-Jacques Rousseau, Émile oder Über die Erziehung, S. 101


27. Dezember 2016


» [...] Größeres schenkt der Gott uns nicht
Als einen Sinn, der Frevel scheut. Des Preises wert
Ist, wer sein Leben in Wohlergehen vollendet hat.
Dies ist mein Wort. So handle ich mit Zuversicht.
«

~ Agamemnon in Aischylos' Agamemnon, Z. 927-930


20. Dezember 2016


» Denn Rache, die ihre Forderungen eintreibt, ist zu allen Zeiten ein maßloser Wucherer gewesen. «

~ Herman Melville, Billy Budd, 11. Kapitel, S. 40


18. Dezember 2016


» Überall und jederzeit ist es in deiner Macht, in deiner gegenwärtigen Lage gottgegebene Zufriedenheit zu beweisen, gegen deine Mitmenschen Gerechtigkeit walten zu lassen und deinen augenblicklichen Vorstellungskreis sorgfältig zu prüfen, damit sich nichts unbegreifliches einschleiche. «

~ Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, 7,54


5. Dezember 2016


» Wer den Gefallenen und Entstellten seiner Art und Gattung den Rücken kehrt, von ihnen als niedrig und gemein die Hand abzieht und den Abgrund nicht sehen will mit mitleidigem Auge, in den sie stürzen, in ihrem Falle noch haschend nach Büscheln und Schollen von jenem Erdreich, dessen sie verlustig gingen, daran hängend, sich daran klammernd - den Abgrund, in dem sie zermalmt und sterbend liegen -, wer solches tut, der fügt dem Himmel und der Menschheit, der Zeit und der Ewigkeit Unrecht zu. «

~ Die Glocke in Charles Dickens' Die Silvesterglocken,
drittes Viertel, aus Weihnachtsgeschichten, S. 192f