» Mit oikeiôsis (= Selbstaneignung) meinen die Stoiker ein Verhältnis der vernünftigen Selbstaffirmation, das ansatzweise in jedem Menschen vorhanden sein soll, aber vollentwickelt das wahre Strebensziel jedes Menschen ausmacht. [...] Wenn ein Mensch diesen Prozess [Selbsterhaltung und Selbstbejahung] korrekt durchläuft, bildet er sukzessive einen stabilen, vernünftigen Habitus heraus, nämlich die Tugend, die zur vollständigen 'Übereinstimmung mit der Natur' führen soll. «
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Prof. Christoph Horn in einem Nachwort zu
Senecas Von der Kürze des Lebens
Senecas Von der Kürze des Lebens